blog2rock

Das Musikportal

Gotye – Making Mirrors (2011)

Posted by Jannik Am 3. Januar 2012

Mit Somebody That I Used To Know erfolgte sein Durchbruch – Gotye hält sich schon länger auf Top-Positionen der internationalen Charts. Wir haben uns sein drittes Album Making Mirrors angehört und versucht, die vielen musikalischen Einflüsse des australischen Multiinstrumentalisten zu verarbeiten. Ob das Erfolg hatte? Macht Euch selbst ein Bild davon …

Gotye - Making Mirrors (2011)Die erste Herausforderung bei Gotye und seinem Album Making Mirrors (2011) war bereits die Einordnung in ein musikalisches Genre – gestaltet sich dieses Vorhaben doch schwieriger als zunächst angenommen. Letztendlich haben wir uns dann für das Genre Indie/Alternative entschieden, auch wenn poppige, jazzige und soulige Einflüsse deutlich wahrzunehmen sind, so geht die Tendenz dennoch in die Indie-Richtung. Making Mirrors, das mittlerweile dritte Album des australischen Singer-Songwriters Gotye mit Wurzeln in Belgien, wurde bereits am 19. August 2011 veröffentlicht und enthält 12 Songs, deren Einflüsse unterschiedlicher nicht sein könnten. Der ein oder andere Song wird gefallen oder auch nicht, in jedem Fall stellt Making Mirrors kein typisches Pop-Album mit “fließbandproduzierter Tubenmusik” dar, sondern vielmehr eine wirklich hörenswerte Mischung aus Pop, Indie und Soul gewürzt und abgeschmeckt mit der richtigen Portion Electro und Experimental. Wer sich über den Namen wundert und nicht so recht weiß, wie er seinen Freunden davon erzählen soll, für den haben wir hier einen Tipp: Gotye wird wie Gautier ausgesprochen - dabei handelt es sich um die wallonische Variante des Vornamen von Wouter De Backer, dem musikalischen Lockenkopf hinter Gotye.

Tracklist
1. Making Mirrors
2. Easy Way Out
3. Somebody That I Used To Know
4. Eyes Wide Open
5. Smoke and Mirrors
6. I Feel Better
7. In Your Light
8. State of the Art
9. Don’t Worry, We’ll Be Watching You
10. Giving Me A Chance
11. Save Me
12. Bronte

Nach dem schwebenden Opener und Titelgeber des Albums Making Mirrors geht es mit Easy Way Out weiter, einem konträren Song zu Track 1 – so Gotye Portraitlangsam nimmt das Album Form an. Elektronische Einflüsse werden mit einem überwiegend akustisch-konventionellen Grundgerüst kombiniert, deren Struktur sich im Chorus jedoch gänzlich verändert. Somebody That I Used To Know definiert das Easy-Listening-Genre neu – derbe Kontraste und ein lässig ausgearbeitetes Songwriting bringen eine Menge Spaß beim Hören und erklären eventuell auch den durchschlagenden Erfolg der Singleauskopplung. Eyes Wide Open enthält sowohl den mittlerweile eingeprägten Gotye-Stil, aber auch das Disco-Feeling der 70er- und 80er-Jahre – verschiedenste Soundelemente und Rhythmen finden hier Verwendung. Smoke And Mirrors spielt ebenfalls mit einer wahren Instrumentenvielfalt und fährt im B-Teil mit experimentell-progressivem Gesang auf – gewöhnungsbedürftig, aber irgendwo eingängig und gut geeignet zum Chillen. I Feel Better ist dann neben Somebody That I Used To Know das Highlight auf Making Mirrors - tanzbar und mal wieder im Disco-Stil der 70er- Jahre präsentiert Gotye Track No. 6. In Your Light kommt zunächst akustisch daher mit leichten Anklängen von Gospel, die aber schnell verfliegen und Platz machen für einen Easy-Listening-Pop-Song der Extraklasse. State Of The Art bricht mal wieder das bisher aufgebaute Bild eines Konzepts: Sci-Fi-Vocals reihen sich an einen sphärischen Song mit spürbaren Electro-Einflüssen. Don’t Worry We’ll Be Watching You kommt deutlich minimalistischer daher – spärlich instrumentiert ist der Song vermutlich ebenfalls eher der Electro-Fraktion zuzuschreiben. Giving Me A Chance setzt erneut Easy-Listening und Pop in Szene – ein lässiger Song für zwischendurch, der mit den Tracks 1 bis 4 erstaunlich wenig gemein hat. Save Me zeichnet sich besonders durch den starken World-Music-Einfluss aus, der ebenfalls mit den gewohnten elektronischen Sounds und Elementen kombiniert wird. Eingängig und detailverliebt in jeder Art – unbedingt Anhören. Last but not least liefert Gotye mit Bronte einen nachdenklichen und in sich gekehrten Song, der quasi das Ende einer insgesamt knapp 43-minütigen Reise einläutet und den Hörer in Nachdenken und Reflexion zurücklässt. Ein wahrlich wirkungsvolles Vorgehen, das Gotye hier einsetzt …

Making Mirrors lebt vor allem von der Vielfältigkeit und den verschiedenen musikalischen Einflüssen – kaum einer der 12 Songs gleicht einem anderen. Das Album wird so keinesfalls langweilig und überrascht den Hörer mit immer wieder neuen Details und Genre-Einflüssen. In jedem Fall ist Making Mirrors erst beim zweiten oder dritten Mal richtig empfehlenswert, denn ungeübte Hörer könnten bei der Masse an Klasse leicht überfordert werden und das ist ganz bestimmt nicht die Philosophie von Gotye, der mit Making Mirrors wahrlich die Pop-Konvention bricht und einen eigenen Stil kreiert – hoffentlich scheut Gotye es nicht, eigene Wege zu gehen und mehr von dieser Kreation aus Electro, Folk, Pop, Indie, Soul und den vielen anderen Einflüssen zu erschafffen.

Making Mirrors von Gotye gibt es bei iTunes als Download!
Making Mirrors - Gotye

Zum Abschluss hier noch vier Anspieltipps auf  Youtube!

1. Somebody That I Used To Know

2. I Feel Better

3. Save Me

4. Bronte


SONG

TAG CLOUD

Sponsoren

About Me

Musik ist eine Droge. Kaum hat man im zarten Jugendalter davon gekostet, lässt sie den Konsumenten nicht mehr los. Immer mehr dreht sich um die Musik - sowohl beim passiven Hören und Genießen als auch beim aktiven Produzieren und Spielen. Die Entscheidung über Musik zu schreiben fiel da nicht schwer, gibt es schließlich eine Vielzahl unterschiedlichster Bands, Künstler, Alben und Genres. Aus diesem Grund erhebt dieser Blog auch keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit - das ist bei der Masse an Stoff wohl auch unmöglich.

Twitter

    Photos

    Raul MidonChassolChassolNakhane ToureNakhane ToureMina TindleMina TindleTim John (The Vines)TUT @ 森林遊園地Inna Zhelannaya at Palác Akropolis. Prague, October 17, 2014.Inna Zhelannaya at Palác Akropolis. Prague, October 17, 2014.Inna Zhelannaya at Palác Akropolis. Prague, October 17, 2014.
    Lesen Sie weiter:
    blog2rock wünscht ein frohes neues Jahr 2012!
    blog2rock wünscht ein frohes neues Jahr 2012!

    Auch wenn unser Projekt erst Mitte November 2011 ins Leben gerufen wurde, können wir bereits auf anderthalb erfolgreiche Monate zurückblicken....

    Schließen