“To go to hell in a handbasket” – das heißt sinngemäß übersetzt etwa “den Bach runtergehen”. Ein interessanter Titel für das am 2. Dezember 2011 erscheinenden und mittlerweile zwölfte Album von Meat Loaf, der auf dem seiner Aussage nach “persönlichsten Album” auch vor Hip-Hop- und Elektro-Elementen nicht zurückschreckt.
Meat Loaf ist einer der Musiker, die seit mehr als 40 Jahren das Musikgeschäft aufmischen und immer wieder auf’s Neue beleben. Sein großer Durchbruch ist auch Jim Steinman zu verdanken, der viele seiner Titel schrieb und zum Teil mit ihm performte, beispielsweise It’s All Coming Back To Me Now oder Objects In The Rear View Mirror May Appear Closer Than They Are. Mit Hell In A Handbasket geht Meat Loaf nun allerdings einen anderen Weg, denn Jim Steinman ist wie auf dem vorherigen Album (2010) nicht mehr beteiligt, aber Meat Loaf ließ verkünden, bei zukünftigen Alben wieder mit dem Begründer des Wagnerian-Rocks zusammenarbeiten zu wollen.
Der Opener All Of Me mag im ersten Moment stutzig machen, schließlich gibt es einen bekannten Jazz-Standard, der ebenfalls diesen Namen trägt. Allerdings stellt sich schnell heraus, dass diese beiden Songs nichts gemein haben, aber beide auf ihre Art überzeugend sind. Hell In A Handbasket enthält für Meat Loaf zum Teil ungewöhnliche Elemente, der Song Mad, Mad World wird gemeinsam mit dem Polit-Rapper Chuck D performt – in jedem Fall ein eigenartiges, aber absolut lohnenswertes Hörerlebnis. Der darauffolgende Track Party Of One trifft das schon wieder mehr die Meat-Loaf-typischen Emotionen. Die zum Teil spärlichen Pianoarrangements in Kombination mit der noch immer grandiosen Rockstimme von Meat Loaf, fett abgemischten Gitarren und einem Background-Chor erzielen hier voll ihre Wirkung. Eher folkloristisch wirkt hingegen Live Or Die, akustische Gitarren und Violinen tragen wesentlich zu diesem Charakter bei, das breite Drumset im Hintergrund gibt zusätzlich das benötigt Rock-Feelin’. Mit California Dreamin’ wagt Meat Loaf sich an ein Cover von The Mamas & The Papas heran – seine Duett-Partnerin Patti Russo und vereinzelte Saxophon-Einwürfe untersützen ihn dabei. Zunächst wirkt der Song etwas lahm, aber im späteren Verlauf entwickelt er sich spürbar weiter. Zwar kommt er bei Weitem nicht an das Original heran, doch die rockigere Version des Klassikers ist für Fans durchaus hörenswert. Another Day vereint elektronische Pianoklänge mit einem Drumloop, auch für Meat Loaf neue Mittel und Wege – irgendwie erinnert der Song etwas an Elton John. Back to the roots ist dann eher das Motto von Fourty Days - Rock-Orgel, Background-Vocals, fette Gitarren und ein ordentlicher Beat führen Meat Loaf zu seinen Wurzeln zurück. Erwähnenswert ist Stand In A Storm, das teilweise stark an Cypress Hill erinnert, erst beim Chorus setzt sich dann das typische Klangbild wieder durch. Der letzte Track Blue Sky beginnt äußerst ruhig mit Akustikgitarre, Piano und Vocals, allerdings steigert er sich nach etwa der Hälfte – der Charakter bleibt jedoch größtenteils andächtig. Betrachtet man nun den ersten und den letzten Track von Hell In A Handbasket, so ergeben diese ein wunderbares Gesamtergebnis, das wirklich in sich geschlossen scheint.
Meat Loaf – Hand In A Handbasket gibt es bei iTunes als Musikdownload
Leider gibt es derzeit noch keine Videos von Hell In A Handbasket auf Youtube – von daher, hört Euch einfach die Hörproben bei iTunes an, in naher Zukunft findet Ihr hier dann natürlich auch entsprechende Videos.
Lasst uns wissen, was Ihr von Hell In A Handbasket von Meat Loaf haltet. Kommentare sind immer gern gesehen!

















